Mitarbeiterlebenszyklus
Der Mitarbeiterlebenszyklus ist ein Modell für die Stationen der Beziehung zwischen einer Person und ihrem Arbeitgeber.
Die Modelle unterscheiden sich in Zahl und Abgrenzung ihrer Phasen. Sie dienen der Orientierung und beschreiben keinen festen Ablauf, den alle Mitarbeitenden durchlaufen.
Was das Modell verspricht
Ein Modell zum Mitarbeiterlebenszyklus ordnet Stationen der Beziehung zwischen Organisation und Person. Es kann helfen, Recruiting, Einarbeitung, Entwicklung und Austritt zusammenzudenken. Welche Stationen dazugehören und wo eine Phase endet, hängt aber vom verwendeten Modell ab.
Warum die Abfolge nicht feststeht
AIHR beschreibt sieben Bereiche: Anziehung, Recruiting, Onboarding, Bindung, Entwicklung, Offboarding und Kontakt zu ehemaligen Mitarbeitenden. Gallup verwendet eine andere Folge: anziehen, einstellen, einarbeiten, einbinden, Leistung ermöglichen, entwickeln und verabschieden (AIHR; Gallup). Das sind unterschiedliche Ansätze, kein gemeinsamer Standard. Ein interner Wechsel kann zudem einzelne Schritte neu aufgreifen.
Eine gezeichnete Abfolge wirkt oft automatisch. In der Praxis muss jemand die Übergabe übernehmen: etwa indem eine Führungskraft die vereinbarten Erwartungen an die Person weitergibt, die das Onboarding gestaltet. Erst wenn Zuständigkeit und benötigte Informationen sichtbar werden, hilft das Modell im Alltag.
Das Modell als Arbeitshilfe nutzen
Wählen Sie das Modell nach der Entscheidung, die Sie treffen wollen. Ist der Start unklar, prüfen Sie die Übergabe in die Einarbeitung; geht es um Entwicklung, schauen Sie auf den Zugang zu neuen Aufgaben. Die Phasen strukturieren die Prüfung, erklären aber nicht von selbst, wie eine einzelne Person ihre Arbeit erlebt.