Cost per Hire

Auch bekannt als:CPH, Einstellungskosten

Cost per Hire ist die einfachste Kennzahl zum Rechnen — und die leichteste, sich selbst zu täuschen. Die Falle liegt darin, was zählt und was nicht.

Wie berechnet wird

Alle externen Recruiting-Kosten eines Zeitraums addieren:

  • Jobbörsen-Spend (bezahlte Platzierungen, Sponsored Slots).
  • ATS-Abogebühr.
  • Vermittlerhonorare (Agentur oder Inhouse) pro Einstellung.
  • Hintergrundchecks und Assessments.
  • Reise- und Interviewkosten.
  • Antrittsbonus und Relocation.

Durch die Anzahl der Einstellungen im selben Zeitraum teilen. Das Ergebnis ist Cost per Hire.

Der SHRM-Richtwert für europäische KMU liegt bei rund 3.000-5.000 € pro Einstellung. Die ehrliche Spanne ist breiter: Eine empfohlene Person kann 500 € kosten; eine Senior Engineer:in über eine Agentur kann 25.000 € kosten.

Was meist fehlt

Die echten Kosten enthalten interne Zeit:

  • Stunden der Hiring Manager:in pro Rolle (oft 20-40).
  • Stunden der Interviewer:innen.
  • Recruiter-Zeit im Inhouse-Fall.

Wenn Teams das einrechnen, verdoppelt sich CPH oft. Ob es mitzählt, hängt vom Zweck der Zahl ab. Für die Budgetierung externer Ausgaben: weglassen. Für die Frage, ob eine Agentur das Honorar wert ist: mitzählen.

Was die Zahl bewegt

Drei Hebel:

  • Mix der Jobbörsen. Eine Rolle, die organisch über Indeed besetzt wird, kostet fast nichts; dieselbe Rolle über einen bezahlten StepStone-Slot 600-1.200 €.
  • Empfehlungsquote. Empfehlungs-Einstellungen kosten meist nur den Empfehlungsbonus. Teams mit 30 %+ Empfehlungsquote haben deutlich niedrigere CPH.
  • Agentur-Abhängigkeit. Eine Agenturhire à 20 % Jahresgehalt verschiebt den Quartalsschnitt spürbar. Agenturen reduzieren ist für die meisten KMU der schnellste Weg zu niedrigerem CPH.

Was Cost per Hire nicht sagt

Qualität. Ein Team, das günstig einstellt, aber 50 % Abgänge im ersten Jahr produziert, hat schlechtere Ökonomie als eines, das teurer einstellt und Menschen fünf Jahre hält. CPH zusammen mit Erstjahresbleibequote und Quality of Hire ansehen — nie allein.

Wo Join hineinpasst

Joins Preise skalieren mit der Teamgröße, nicht mit dem Bewerbungsvolumen — die ATS-Zeile in CPH bleibt also flach, egal wie viele Bewerbungen Sie bearbeiten. Mehr auf der Preisseite.

Häufig gestellte Fragen

Wie berechnet man den Cost per Hire?
Sie sammeln für einen Zeitraum alles, was an Dritte geflossen ist: Jobbörsen, das Abo des Bewerbermanagementsystems, Agenturhonorare, Tests, Reisekosten, Antrittsprämien. Diese Summe teilen Sie durch die Zahl der Personen, die im selben Zeitraum eingestellt wurden. Interne Stunden von Hiring Manager:innen und Interviewer:innen bleiben in der Budget-Variante außen vor; für die Frage, ob sich eine Agentur rechnet, gehören sie hinein.
Wie viel Budget sollte ein KMU fürs Recruiting einplanen?
Planen Sie zwei Blöcke: einen festen für Software und laufende Verträge, einen variablen pro Stelle für bezahlte Anzeigen, Tests und gegebenenfalls Agenturen. Als Größenordnung nennt SHRM für europäische KMU rund 3.000-5.000 € pro Einstellung; multipliziert mit den geplanten Einstellungen des Jahres ergibt das einen belastbaren Rahmen.

Heute starten

Starten Sie Ihre 14-tägige kostenlose Testphase und machen Sie Recruiting zu Ihrem Vorteil.

Join in Aktion sehenStelle ausschreiben, Kandidaten prüfen, Interviews planen.
Testen

Mit Join sprechen