Recruiting-Funnel

Ein Recruiting-Funnel beschreibt, wie sich eine abgegrenzte Gruppe von Kandidat:innen durch die Phasen eines Auswahlverfahrens bewegt, vom ersten Kontakt bis zur Einstellung oder Absage.

Auch bekannt als: Hiring-Funnel, Recruiting-Trichter

Eine Abfolge sichtbar machen

Der Recruiting-Funnel ordnet einer Gruppe von Kandidat:innen die Stationen eines Verfahrens zu. Das können eine eingegangene Bewerbung, ein Screening, Gespräche, eine Arbeitsprobe, ein Angebot und die Einstellung sein. Teams wählen Bezeichnungen und Reihenfolge passend zur Rolle und zum Verfahren.

Ein Funnel ist damit kein vorgeschriebener Standardprozess. Bei einer direkt angesprochenen Person kann der erste dokumentierte Schritt anders aussehen als bei einer Bewerbung über ein Formular.

Wie Übergänge lesbar werden

Für jeden Übergang braucht das Team eine klare Ereignisdefinition: Wann gilt eine Person als eingeladen, wann als im Interview und wie werden Rückschritte oder übersprungene Phasen gezählt? Der Recruiting Metrics Report 2025 von CareerPlug verwendet Einladungen zum Interview, nicht durchgeführte Interviews. Schon dieser Unterschied verändert die Vergleichbarkeit von Kennzahlen.

Die Yield-Quote betrachtet einen einzelnen Übergang. Der Funnel liefert den Kontext dafür, welche Übergänge zu derselben Gruppe und demselben Zeitraum gehören.

Was ein Rückgang nicht beweist

Wenn weniger Kandidat:innen eine Phase erreichen, zeigt der Funnel zunächst nur diese Bewegung. Daraus folgt nicht unmittelbar, dass Kriterien falsch gesetzt, Gehälter zu niedrig oder Informationen unklar sind. Dokumentierte Absagegründe, Rückzüge und offene Fälle können verschiedene Erklärungen ergeben.

Vor Vergleichen zwischen Rollen sollten Teams auch prüfen, ob die Phasen dieselbe Bedeutung haben. Eine zusätzliche Fachprüfung kann eine niedrigere Übergangsquote erklären, ohne dass sich die Auswahl verschlechtert hat.

Welche Kennzahlen ergänzen den Funnel

Übergangsquoten beschreiben Bewegung zwischen Phasen. Die Dauer bis zur Einstellung gehört dagegen zur Time-to-hire. Beide Perspektiven sind nötig, aber keine von ihnen bewertet für sich allein die Qualität der eingestellten Personen.

Quellen und weiterführende Hinweise

Mit Join sprechen