Quality of Hire

Auch bekannt als:QoH, Einstellungsqualität

Warum die Messung schwierig ist

Man weiß erst 12-18 Monate nach Eintritt, ob eine Einstellung gut war. Bis dahin:

  • Erinnerung an den Hiring-Prozess ist verblasst.
  • Die Leistung wurde von Onboarding und Führung geprägt, nicht nur von der Auswahl.
  • Vieles, was man messen würde, ist subjektiv.

Quality-of-Hire-Werte sind in der Praxis lose Komposite. Besser als nicht messen — aber die Zahl als Richtung lesen, nicht als Punktwert.

Was ins Komposit fließt

Standard-Zutaten:

  • Erstjahres-Performance-Rating der Führungskraft. Oft 1-5.
  • Bleibequote zum 12-Monats-Stichtag. Binär oder gestuft.
  • Zufriedenheit der Führungskraft mit der Einstellung. Oft separat: „Würden Sie diese Person wieder einstellen?”
  • Time-to-Productivity: wie lange bis die Person eigenständig produktiv war.

Gewichtung beliebig — es gibt keine Konsensformel. Disziplin: gleiche Gewichtung über alle Einstellungen.

Wie die Kennzahl nutzen

Zwei nützliche Muster:

  • Vergleich nach Quellkanal: Welcher Kanal produziert die besten Einstellungen. Überrascht oft — Empfehlungen schlagen oft Paid-Sourcing, sogar im KMU.
  • Vergleich nach Interview-Muster: Einstellungen, die Stufen X, Y, Z durchliefen vs. solche, die Stufe Y überspringen. Zeigt, welche Stufen prädiktiv sind.

Quality of Hire nicht gegen Time-to-Hire als primäre KPI vergleichen. Sie optimieren gegeneinander — Tempo killt Qualität, wenn man zu hart drückt.

Wo Join hineinpasst

Join behält den Hiring-Datensatz nach Einstellung am Employee-Datensatz im HRIS. Das Quality-of-Hire-Signal fließt zurück ins Source-Channel-Reporting. Mehr auf der Funktionsseite.

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