Cost of Vacancy

Auch bekannt als:COV, Vakanzkosten

Cost of Vacancy macht aus Einstellungsgeschwindigkeit eine Budgetposition. Sobald die Tageskosten einer Stelle sichtbar sind, wirkt ein zwei Monate schnellerer Hire nicht mehr wie ein Nice-to-have.

Was sie misst

Cost of Vacancy sind die Tageskosten eines leeren Stuhls. Cost per Hire sagt dir, was das Besetzen einer Stelle kostet; Cost of Vacancy sagt dir, was das Nicht-Besetzen kostet. Beide sind zwei Seiten derselben Entscheidung, und die meisten Teams schauen nur auf die erste.

Eine grobe Formel

Die einfachste Version, die noch ehrlich ist:

Tageskosten der Vakanz = (Jahresumsatz pro Mitarbeiter:in ÷ Arbeitstage) × Produktivitätsfaktor

Bei einer umsatzbringenden Rolle nimm den erwarteten Umsatz dieser Rolle, teile durch die Arbeitstage (~220/Jahr), und du hast eine Tageszahl. Bei einer nicht umsatzbringenden Rolle setze den Wert der liegengebliebenen Arbeit ein, plus Überstunden-, Freelancer- oder Vertretungskosten, die die Lücke verursacht.

Ein gerechnetes Beispiel: Ein:e Vertriebsmitarbeiter:in, der:die jährlich 600.000 € einbringen soll, kostet leerstehend rund 2.700 € pro Arbeitstag. Eine 60 Tage offene Stelle hat still 160.000 € gekostet — meist weit mehr als die gesamte Cost per Hire.

Warum Tempo zählt

Sobald die Tageszahl existiert, ändert sich die Rechnung zur Einstellungsgeschwindigkeit. Kostet eine Vakanz 2.700 € pro Tag, ist ein Prozess, der zwei Wochen früher schließt, rund 27.000 € wert — was alles übertrifft, was du durch Kürzen des Recruiting-Budgets sparen würdest. Cost of Vacancy ist das Argument für Investitionen in Time-to-Fill, nicht dagegen.

Wie sie Cost per Hire ergänzt

Betrachte beide zusammen, sonst optimierst du das Falsche. Ein Team, das auf niedrige Cost per Hire fixiert ist, fährt einen günstigen, langsamen Prozess — und verliert die ganze Zeit Geld an die Vakanz. Ein Team, das nur auf die Vakanzkosten schaut, gibt zu viel für Agenturen aus, um schnell zu besetzen. Der gesunde Blick sind beide Zahlen nebeneinander: effizient und schnell.

Wo Join hineinpasst

Eine schnellere Time-to-Fill ist der direkteste Hebel auf die Cost of Vacancy, und die Preise von Join skalieren mit der Teamgröße statt mit dem Bewerbungsvolumen — schnelleres Einstellen bläht deine Tool-Rechnung also nicht auf. Mehr auf der Preisseite.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine unbesetzte Stelle wirklich?
Alles, was die Rolle in der Zwischenzeit erwirtschaftet oder erledigt hätte: Umsatz, der nicht zustande kommt, Arbeit, die als Überstunden beim Team landet, Projekte, die warten, dazu eventuelle Kosten für externe Vertretung. Bleibt die Stelle lange genug offen, übersteigt diese Summe meist das, was die Besetzung selbst gekostet hätte.
Wie lassen sich Vakanzkosten schnell überschlagen?
Bei einer umsatznahen Rolle teilen Sie den erwarteten Jahresumsatz der Stelle durch die Arbeitstage eines Jahres; heraus kommen die Kosten pro offenem Tag. Bei anderen Rollen setzen Sie den Wert der liegenbleibenden Arbeit an: bezahlte Überstunden, externe Aushilfen, verschobene Termine. Das Ergebnis ist grob, reicht aber, um der Suche die richtige Dringlichkeit zu geben.

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