Soft Skills
„Soft Skills“ ist ein Sammelbegriff für Fähigkeiten der Zusammenarbeit und Selbststeuerung, etwa Zuhören, Kommunikation oder Anpassung. Der Begriff hat keine feste Grenze; auch die Trennung in Soft und Hard Skills sagt wenig darüber, wie einzelne Fähigkeiten beurteilt werden.
Ein weiter Begriff ohne feste Liste
Mit „Soft Skills“ sind Fähigkeiten gemeint, die beeinflussen, wie Menschen mit anderen zusammenarbeiten oder ihre Arbeit organisieren. Dazu zählen etwa Zuhören, Kommunikation, Zusammenarbeit und der Umgang mit Veränderungen. Der ESCO-Bericht der Europäischen Kommission zur Terminologie transversal einsetzbarer Kompetenzen zeigt, dass solche Fähigkeiten unterschiedlich benannt und gruppiert werden. Er stellt auch infrage, ob sich Soft und Hard Skills sinnvoll danach trennen lassen, wie gut sie messbar sind.
Die Sammelbezeichnung sagt noch nicht, was jemand konkret tun soll. Bei einer Stelle mit Übergaben könnte das Team etwa darauf achten, ob eine Person einen offenen Punkt zusammenfasst, die Zuständigkeit benennt und prüft, ob die nächste Person den nötigen Kontext hat. Das ist ein mögliches Verhalten, keine allgemeingültige Definition von Kommunikation oder Zusammenarbeit.
Verhalten im Gespräch sichtbar machen
Vor dem Interview sollte feststehen, welches Verhalten für die Stelle zählt und wie es erkennbar werden kann. Eine passende Frage oder Aufgabe kann helfen, ebenso ein Beispiel aus früherer Arbeit. Die CIPD-Empfehlungen zu Auswahlmethoden raten zu stellenbezogenen Kriterien und vergleichbaren Auswahlbedingungen. Nicht jede Methode passt zu jeder Fähigkeit; auch Aufwand und Zeit für Kandidat:innen zählen.
Halten Sie die Antwort und die Begründung für eine Bewertung fest. Eine selbstsichere Antwort zeigt allein noch nicht, wie jemand mit Kolleg:innen arbeitet. Eine ruhigere Art belegt umgekehrt nicht, dass Kommunikation misslingt. Entscheidend ist, was die Person im Hinblick auf das vereinbarte Kriterium gezeigt hat.