Funnel-Konversionsrate
Die Funnel-Konversionsrate misst, welcher Anteil der Bewerbungen eines festgelegten Ausgangsbestands eine spätere Phase erreicht. Für den gesamten Auswahlprozess setzt sie die daraus entstandenen Einstellungen ins Verhältnis zu diesen Bewerbungen.
Ausgangsbestand und Ziel festlegen
Für die Gesamtkonversion lautet die Rechnung:
Einstellungen aus dem betrachteten Bewerbungsbestand ÷ Bewerbungen dieses Bestands × 100
Fiktives Beispiel: Aus 80 Bewerbungen einer abgeschlossenen Suche entstehen vier Einstellungen. Die Konversion beträgt 5 %. Bezieht sich die Rechnung stattdessen nur auf die 16 Personen, die ein Gespräch geführt haben, beträgt die Gespräch-zu-Einstellung-Quote 25 %. Die Zahlen beschreiben verschiedene Ausschnitte des Verfahrens.
Auch externe Berichte müssen ihre Phasen festlegen. Der Recruiting Metrics Report 2025 von CareerPlug unterscheidet etwa Konversionen zu Intervieweinladungen und von diesen Einladungen zur Einstellung. Eine Einladung ist noch kein tatsächlich geführtes Gespräch.
Laufende Verfahren sichtbar halten
Wer neue Bewerbungen eines Monats durch Einstellungen aus älteren Bewerbungen teilt, misst keine Konversion dieses neuen Bestands. Wählen Sie zusammengehörige Fälle und verfolgen Sie deren Verlauf.
Wenn Verfahren noch laufen, geben Sie das zusammen mit den absoluten Zahlen an. Eine niedrige Zwischenquote kann steigen, ohne dass das Team am Prozess etwas ändert. Auch Änderungen des Stellenbedarfs gehören zur Einordnung.
An der betroffenen Phase nachsehen
Für eine genauere Untersuchung zerlegen Sie den Weg in Übergänge zwischen einzelnen Phasen. Dokumentierte Absagen, Rückzüge und nicht weiterverfolgte Stellen helfen zu verstehen, weshalb Bewerbungen ausscheiden. Der Prozentwert allein liefert diese Gründe nicht.
Ein höherer Wert ist kein eigenständiges Auswahlziel. Er kann unter anderem aus einer engeren Zielgruppe oder weniger Auswahlstufen entstehen. Entscheidend bleibt, ob die Anforderungen zur Stelle passen und anhand geeigneter Informationen bewertet werden.
Der Wert Bewerbungen pro Einstellung beschreibt bei identischen Fällen dasselbe Verhältnis aus der anderen Richtung. Zusätzliche Aussagen über Qualität oder Arbeitsaufwand entstehen durch diesen Perspektivwechsel nicht.