Time in Stage

Time in Stage misst, wie lange eine Bewerbung in einer Auswahlphase bleibt. Dabei ist zwischen der bisher verstrichenen Zeit einer laufenden Phase und der vollständigen Dauer einer bereits abgeschlossenen Phase zu unterscheiden.

Auch bekannt als: Phasendauer, Verweildauer je Phase

Laufende und abgeschlossene Phasen

Bei einer laufenden Phase endet die Messung heute. Bei einer abgeschlossenen Phase endet sie mit dem Wechsel in die nächste Phase oder dem Ausscheiden aus dem Verfahren. Diese Unterscheidung verhindert, dass noch wartende Bewerbungen wie bereits abgeschlossene Vorgänge behandelt werden.

Ein fiktives Beispiel: Eine Bewerbung wechselt am 2. September ins Interview und am 7. September weiter. Die abgeschlossene Phase dauerte fünf Kalendertage. Eine andere Bewerbung, die ebenfalls am 2. September in diese Phase wechselte und am 7. September noch dort liegt, hat fünf Tage erreicht; ihre endgültige Dauer steht noch nicht fest.

Vom Zeitwert zur nächsten Handlung

In der Pipeline von Join lassen sich Bewerbungen nach „Time in Stage“ sortieren. So finden Sie Verfahren, die schon länger in derselben Phase stehen. Der Aktivitätsverlauf im Kandidatenprofil dokumentiert unter anderem Phasenwechsel mit Zeitpunkt und ausführender Person.

Sehen Sie sich dann die konkrete Situation an: Ist ein Gespräch vereinbart, fehlt eine Rückmeldung oder wartet das Team auf eine Entscheidung? Eine hohe Zahl allein verrät die Ursache nicht. Auch eine mit der Person vereinbarte Pause kann den Wert erhöhen.

Richten Sie die nächste Handlung nach der offenen Aufgabe und den zugesagten Fristen aus. Eine automatische Absage allein wegen einer langen Phasendauer würde diese Umstände übergehen.

Phasen nur bei gleichem Zuschnitt vergleichen

„Interview“ kann in einem Verfahren das gesamte Gesprächsprogramm und in einem anderen nur das Erstgespräch bezeichnen. Für einen Vergleich müssen die Phasen inhaltlich zusammenpassen.

Legen Sie außerdem fest, wie Rücksprünge, wiederholte Phasen und Pausen zählen. Führen Sie das Alter laufender Bewerbungen getrennt von den abgeschlossenen Dauern auf. Der Median abgeschlossener Fälle kann unauffällig sein, während mehrere andere Bewerbungen schon lange auf den nächsten Schritt warten.

Erst zusammen mit den Fallzahlen und den dokumentierten Ursachen zeigt sich, wo eine genauere Prüfung sinnvoll ist. Den gesamten Weg der eingestellten Person beschreibt die Time-to-Hire.

Quellen und weiterführende Hinweise

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