Annahmequote (Offer Acceptance Rate)
Die Annahmequote gibt an, welcher Anteil der betrachteten Einstellungsangebote angenommen wird. Die Berechnung muss festlegen, welche Angebote dazugehören und wie ausstehende Antworten oder zurückgezogene Angebote behandelt werden.
Welche Angebote in den Nenner gehören
Die NACE-Standards von November 2024 berechnen die laufende Annahmequote aus angenommenen und abgelehnten Angeboten. Noch offene Antworten bleiben bei dieser Konvention außerhalb des Nenners.
9 Annahmen ÷ (9 Annahmen + 3 Ablehnungen) × 100
75 %
Zwei weitere Angebote sind noch offen. Sie werden separat ausgewiesen und verändern diese Quote erst, sobald eine Antwort vorliegt.
Fiktives Rechenbeispiel; kein Zielwert oder Branchenbenchmark.
Wer stattdessen alle versandten Angebote in den Nenner nimmt, misst während eines laufenden Verfahrens etwas anderes. Vergleichen Sie solche Werte erst, wenn deren Berechnungsgrundlagen übereinstimmen.
Entscheidungen sauber erfassen
Eine geänderte Gehaltssumme in derselben Verhandlung muss nicht als zweites Angebot zählen. Legen Sie eine Zählregel für Überarbeitungen fest und dokumentieren Sie, ob die Person abgelehnt oder das Unternehmen sein Angebot zurückgezogen hat. Diese Ereignisse erklären unterschiedliche Vorgänge.
Berichten Sie neben der Quote die Fallzahl, den Zeitraum und die noch offenen Angebote. Bei wenigen Entscheidungen kann schon eine weitere Antwort den Prozentwert stark verändern. Wenn niemand ein Angebot angenommen oder abgelehnt hat, lässt sich nach der gezeigten Formel noch keine Quote berechnen.
Ablehnungen verstehen
Ein niedrigerer Wert beweist weder ein zu geringes Gehalt noch einen zu langsamen Prozess. Fragen Sie nach dem Grund, sofern die Person ihn nennen möchte, und halten Sie die Antwort getrennt von eigenen Vermutungen fest.
Prüfen Sie beispielsweise, ob Arbeitsort, Aufgaben, Gehaltsspanne und Zeitplan im Gespräch mit dem späteren Angebot übereinstimmten. So lässt sich ein konkreter Widerspruch bearbeiten, statt aus der Quote allein eine Ursache abzuleiten.
Die Annahme ist außerdem ein eigener Schritt: Ob die Person tatsächlich beginnt und sich die Zusammenarbeit bewährt, muss separat betrachtet werden. Eine hohe Annahmequote ist deshalb kein vollständiges Qualitätsurteil über das Recruiting.