Employer Branding
Employer Branding bezeichnet die Arbeit, die Position eines Unternehmens als Arbeitgeber zu entwickeln und zu kommunizieren. Die Arbeitgebermarke ist die Wahrnehmung, die Beschäftigte und Kandidat:innen daraus und aus ihren Erfahrungen bilden.
Ein Unternehmen kann seine Aussagen gestalten, aber nicht vorgeben, wie Menschen ihre Arbeit dort beschreiben.
Employer Branding und Arbeitgebermarke
Employer Branding ist die Arbeit, die Position eines Unternehmens als Arbeitgeber zu entwickeln und zu kommunizieren. Die Arbeitgebermarke ist die Wahrnehmung, die daraus entsteht: durch Aussagen von Beschäftigten, Erfahrungen von Kandidat:innen und die Veröffentlichungen des Unternehmens. Das CIPD beschreibt Employer Branding als Kommunikation der Arbeitgeberpositionierung über den Beschäftigungszyklus hinweg.
Diese Unterscheidung wird wichtig, wenn die Kommunikation ein Arbeitsumfeld verspricht, das sich im Bewerbungsverfahren oder im Alltag nicht wiederfindet. Gestaltung und Sprache sind sichtbar. Sie lösen den Widerspruch allein nicht auf.
Botschaft und Erfahrung zusammendenken
Karriereseite, Stellenanzeige, Gespräch und Erfahrungsberichte geben jeweils andere Einblicke. Sie müssen nicht denselben Wortlaut verwenden, sollten aber eine erkennbare Realität beschreiben. Wer etwa Eigenständigkeit hervorhebt, sollte erklären, welche Entscheidungen die Rolle tatsächlich treffen kann.
In kleinen Unternehmen gestalten womöglich dieselben Personen die Außendarstellung und führen Gespräche. Das kann den Austausch direkter machen, zugleich aber die Erfahrung eines Teams zu allgemein erscheinen lassen. Begrenzen Sie Aussagen auf die Rollen und Bereiche, für die sie gelten. Drei KMU, die das ohne eigenes Personalmarketing angegangen sind, stellen wir im Beitrag Employer Branding für KMU vor.
Was sich prüfen lässt
Vergleichen Sie öffentliche Aussagen mit Beispielen von Beschäftigten und kürzlich befragten Kandidat:innen. Stimmen beide Seiten überein oder gibt es Reibung? Eine Abweichung kann auf unklare Formulierungen, unterschiedliche Teamrealitäten oder ein Versprechen hinweisen, an dem das Unternehmen arbeiten muss. Erst danach lässt sich entscheiden, ob die Kommunikation präziser werden oder sich die Praxis ändern sollte. Ein neues Logo beantwortet diese Frage nicht.