Hiring Manager:in
Eine Hiring Manager:in klärt die fachlichen Anforderungen einer Stelle und wirkt an der Auswahl mit. Häufig führt sie die eingestellte Person später direkt. Wer Einstellung, Vergütung oder Freigabe endgültig entscheidet, bestimmt jedoch jede Organisation selbst.
Fachlicher Bezug statt Titelregel
Eine Hiring Manager:in bringt Wissen über die Arbeit ins Verfahren ein: welche Aufgaben anstehen, was im Team funktionieren muss und welche Hinweise dafür relevant sind. Auch die OPM-Leitlinien zur Jobanalyse setzen bei Aufgaben und Kompetenzen der Stelle an.
Oft führt diese Person später die eingestellte Person. Daraus folgt keine überall gleiche Entscheidungshoheit. In manchen Unternehmen entscheiden zusätzlich Geschäftsführung, Fachbereich, People-Team oder Budgetverantwortliche.
Zuständigkeiten vor dem Start vereinbaren
Klären Sie vor der Veröffentlichung, wer Anforderungen beschreibt, Kandidat:innen kontaktiert, Gespräche führt, Feedback zusammenführt, ein Angebot freigibt und das Onboarding vorbereitet. Eine Recruiter:in kann Kommunikation und Koordination übernehmen, während die Hiring Manager:in die fachliche Seite prägt. Eine andere Aufteilung kann ebenso sinnvoll sein, wenn sie bewusst festgelegt wurde.
Wichtig ist, dass Übergaben für Kandidat:innen und andere Beteiligte nicht erst dann sichtbar werden, wenn etwas liegen bleibt.
Gespräche auf die Stelle ausrichten
Eine Hiring Manager:in muss nicht allein interviewen. Nutzen Sie arbeitsbezogene Fragen und vorbereitete Kriterien für die Themen, die die jeweiligen Interviewer:innen beurteilen können. Die OPM-Leitlinie zu strukturierten Interviews nennt eine festgelegte Reihenfolge und gemeinsame Bewertungsmaßstäbe. Das erleichtert die Auswertung, ersetzt aber keine Entscheidung.