Kündigungsschreiben
Auch bekannt als:Kündigung, Eigenkündigung
Das Kündigungsschreiben ist kurz und fast immer gleich. Worauf es ankommt, ist, was der Arbeitgeber in den 48 Stunden nach dem Eingang tut.
Was es ist und was hineingehört
Ein Kündigungsschreiben ist die formelle schriftliche Erklärung, dass ein:e Mitarbeiter:in geht. Es leistet drei Dinge: Es erklärt die Kündigung klar, es nennt den letzten Arbeitstag und — indem es beides tut — setzt es die Kündigungsfrist in Gang.
Gute Schreiben sind kurz. Der gesamte nützliche Inhalt ist: Ich kündige meine Stelle als [Rolle], mein letzter Tag ist [Datum], danke. Alles darüber hinaus — Frust, eine Liste von Beschwerden, ein ausführliches Warum — arbeitet meist gegen die schreibende Person, denn das Schreiben landet in der Akte und überdauert die Stimmung, in der es entstand.
Warum Mitarbeiter:innen es überdenken
Die meiste Kündigungsangst betrifft das Gespräch, nicht das Dokument. Das Schreiben sollte auf ein persönliches Gespräch (oder einen Call) mit der Führungskraft folgen, nicht sie überrumpeln. Wer das Schreiben kalt ins Postfach legt, hat einen handhabbaren Abgang in eine verbrannte Beziehung verwandelt — und das wiegt schwerer, als man denkt, denn Referenzen und Wiedereinstellungen laufen darüber.
Der Zug des Arbeitgebers kommt als Nächstes
Wenn ein Schreiben eingeht, hat der Arbeitgeber rund zwei Entscheidungen schnell zu treffen:
- Halten oder gehen lassen. Ein Gegenangebot kann wirken, aber die Daten sind unbarmherzig: Ein großer Teil derer, die eines annehmen, geht trotzdem innerhalb eines Jahres, weil das Gehalt selten der wahre Grund war. Mach ein Gegenangebot nur, wenn du die Person ohnehin proaktiv hochgestuft hättest.
- Die Übergabe planen. Die Kündigungsfrist ist dein einziges Fenster, um Wissen zu sichern. Nutze es bewusst — dokumentierte Übergabe, warme Vorstellungen, ein:e Abgänger:in, die oder der sauber abschließt — statt es in einen langsamen Abschied zerlaufen zu lassen.
Wie dieser Abgang gestaltet wird, ist das ganze Offboarding und entscheidet, ob diese Person je als Boomerang-Hire zurückkommt oder euch weiterempfiehlt.
Wo Join hineinpasst
Wenn eine Kündigung eine Nachbesetzung auslöst, kannst du mit Join die Rolle am selben Tag wieder öffnen und frühere Bewerber:innen aus deinem Talentpool erneut ansprechen — die Suche startet aus einer warmen Shortlist statt aus einer leeren Stellenanzeige. Mehr auf der Funktionsseite.
Häufig gestellte Fragen
Was sollte ein Kündigungsschreiben enthalten?
Wie viel Frist sollte ein Kündigungsschreiben einräumen?
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