1. Home
  2. Glossary
  3. E-Recruiting

Glossar: HR- & Recruiting-Definitionen

Was ist E-Recruiting?


Definition

E-Recruiting ist die Abkürzung für „Electronic Recruiting“ und beschreibt den digital gestützten Prozess der Personalbeschaffung inklusive der Verbreitung von Stellenanzeigen auf geeigneten Plattformen im weltweiten Netz und des effizienten Bewerbermanagements mithilfe professioneller Recruiting-Software-Lösungen. 

Laut einer Statista-Umfrage zu Rekrutierungskanälen nutzten im vergangenen Jahr immerhin bereits 61 % der befragten Führungskräfte innerhalb der DACH-Region Online-Jobbörsen und 54 % auch die eigene Karriereseite, um Stellenanzeigen online zu verbreiten.

Wo es noch an der nötigen Digitalkompetenz mangelt, wird die Talentsuche häufig ausgelagert (32 %). Ganze 27 % greifen noch immer zu Printmedien. Dabei ist E-Recruiting wirklich keine Raketenwissenschaft.

Warum E-Recruiting?

Die zeitgemäße Stellensuche findet fast ausschließlich online mithilfe gängiger Suchalgorithmen statt. Sie erledigen ihre Angelegenheiten am liebsten schnell und effizient und fast ausschließlich über Smartphone und Tablet. Mit der Nutzung des digitalen E-Recruitings passen sich Unternehmen an den aktuellen Zeitgeist und die Anforderungen junger Talente an moderne Arbeitgeber an und machen eine schnelle, effiziente Bewerbung mit wenigen Klicks möglich.

Der Einsatz des E-Recruitings lohnt sich für Unternehmen auch in Bezug auf die Prozess- und Kostenoptimierung. Es rationalisiert ihren Verwaltungsaufwand, erhöht ihre Reichweite und Sichtbarkeit, spart Geld und unterstützt sie effektiv bei der Personalbeschaffung.

Wie funktioniert E-Recruiting

Beim Electronic Recruiting werden Stellenanzeigen für die gewünschten Zielgruppen gut sichtbar auf geeigneten Online-Jobbörsen ausgespielt und die Bewerbung entweder per E-Mail oder – noch besser – per Dokumentenupload an den potenziellen Arbeitgeber übermittelt werden. Der Bewerbungsvorgang gestaltet sich dadurch auch für Bewerber barrierefrei, zeitsparend und insgesamt deutlich attraktiver.

Wird die Bewerbung per Dokumentenupload angeboten, verbirgt sich im Hintergrund dieser modernen Recruiting-Variante meist ein ausgeklügeltes Bewerbermanagementsystems (BMS), oder ähnliche E-Recruiting-Software, die die eingesendeten Bewerbungen zentral sammelt, den Erhalt dieser automatisch bestätigt, Bewerberprofile anlegt und die Auswertung der Bewerbungen deutlich vereinfacht. Ungeeigneten Kandidaten kann im Anschluss an die Kandidatenauswahl meist mit wenigen Klicks eine automatische Absage-E-Mail zugesandt werden.

Gängige Kanäle des digitalen Recruitings

Da sich E-Recruitment auf digitale Kanäle stützt, sind es besonders Online-Plattformen, die eine breite Streuung von Stellenausschreibungen ermöglichen und die Aufmerksamkeit der gesuchten Talente auf sich ziehen. Zu den gängigsten Kanälen des E Recruitings zählen unter anderem

Idealerweise werden alle genannten Kanäle gleichzeitig bedient, um eine möglichst hohe Reichweite zu erzielen.

Vorteile des E-Recruitings

Dank seiner vielfältigen Vorteile spricht vieles für E-Recruiting, unter anderem:

Automatisierung wiederkehrender Aufgaben

Online-Recruiting-Software nimmt Unternehmen durch Automatisierung viele wiederkehrende Aufgaben ab – sei es das Multiposting neuer Stellenausschreibungen oder den Versand von Empfangsbestätigungen bzw. Ablehnungen an Bewerber.

Sieg im Kampf um Talente

Analoges Recruiting benötigt viel Zeit – und gerade die haben weder Suchende noch potenzielle Arbeitgeber. Dauert der Bewerbungsprozess zu lange, unterzeichnen potenzielle Mitarbeiter zwischenzeitlich einen Anstellungsvertrag bei der Konkurrenz. Online-Recruiting verkürzt die Reaktionszeit und sorgt für eine schnellere Besetzung der Vakanz mit den gewünschten Kandidaten.

Nachhaltigkeit

Das veraltete Prinzip Bewerbungsmappe ist nicht sehr umweltfreundlich: Viele Seiten Papier, die zur Rodung der Wälder beitragen, Müll produzieren und enorme CO2-Ausstöße beim Brieftransport verursachen … besonders die Generation Fridays for Future wird kaum für Unternehmen arbeiten wollen, die keinen Wert auf Nachhaltigkeit legen.

Anlage eines eigenen Talentpools

Mit den übermittelten Daten der Bewerber entsteht ein virtuelles Profil, das jederzeit eingesehen werden kann. Mit jeder Stellenausschreibung gewinnen Unternehmen neue Profile hinzu und gewinnen so nach und nach einen eigenen Talent-Pool, der zur Beziehungspflege und perspektivisch auch zur Besetzung ähnlicher Vakanzen nützlich sein kann.

Zukunftsorientiertes Image

Besonders junge Talente wollen sehen, dass Ihr Unternehmen den Trends der Zukunft folgt. Das beginnt schon beim Bewerbungsprozess. Wer hier nicht mit der Zeit geht, wird schnell mit einem eingerosteten und veralteten Image abgestraft, was die Zukunftsperspektiven im Unternehmen für junge Fachkräfte eher schlecht aussehen lässt.

Geänderte Anforderungen im E-Recruiting

Mit der Digitalisierung des Bewerbungsprozesses ergeben sich auch neue Anforderungen an die Verfassung von Stellenanzeigen und die Kommunikation mit Bewerbern. Statt der Darstellung des Unternehmens und seiner Errungenschaften und der stumpfen Auflistung von Pflichten und Qualifikationen in distanziertem Sie-Tonus konzentriert sich die moderne Stellenanzeige darauf, Talenten die Möglichkeit zu geben, sich in den Arbeitsalltag in einem Unternehmen „hineinzufühlen“.

Zusätzlich muss die Stellenanzeige geschlechtsneutral gehalten sein und sollte sich ähnlich eines guten Marketingtexts an den Interessen der Bewerber-Zielgruppe orientieren. Mehr dazu in unserem Beitrag zum Stellenanzeigen revolutionieren

Weitere wertvolle Informationen, wichtige Must-Do’s im Einstellungsprozess und nützliche Tipps, wie Unternehmen ihren Einstellungserfolg erhöhen können, finden Sie in unserem Knowledge Hub.

Jetzt Stellen schneller besetzen.

Entdecken Sie über 250+ Jobbörsen, über die Sie passende Kandidat:innen erreichen.

Kostenlos starten.
Alle ansehen