Employee Value Proposition
Die Employee Value Proposition (EVP) beschreibt das Angebot und die Erwartungen eines Arbeitgebers an Beschäftigte: Vergütung, Arbeit, Entwicklung, Benefits und Arbeitsbedingungen.
Die EVP ist die Substanz des Beschäftigungsangebots. Die Arbeitgebermarke beschreibt, wie Menschen dieses Angebot wahrnehmen und davon erfahren.
Das Angebot umfasst auch Erwartungen
Eine EVP beschreibt den Austausch zwischen Arbeitgeber und Beschäftigten: Wofür das Unternehmen steht, was es erwartet und was es bietet. Das CIPD zählt dazu Vergütung und Benefits, aber auch Arbeit, Entwicklung, Kultur und Arbeitsbedingungen. Eine EVP ist also mehr als eine Liste von Zusatzleistungen.
Das Versprechen sollte sich an der konkreten Tätigkeit prüfen lassen. Bei „Entwicklungsmöglichkeiten“ sollte klar sein, worin sie bestehen. „Flexibles Arbeiten“ braucht Angaben dazu, welche Freiheit bei Ort, Zeit oder Arbeitsweise tatsächlich gilt. Solche Bedingungen können je nach Team verschieden sein, ohne gemeinsame Grundsätze aufzuheben.
Angebot und Wahrnehmung auseinanderhalten
Die Arbeitgebermarke ist die Wahrnehmung, die Menschen von einem Arbeitgeber haben. Employer Branding bezeichnet die Arbeit, diese Position zu entwickeln und zu vermitteln. Die EVP benennt das Angebot und die Erwartungen, auf denen diese Wahrnehmung beruht. Eine gute Karriereseite kann keine Arbeitsbedingungen ersetzen, die im Alltag fehlen.
Die Zusage an der Rolle überprüfen
Lesen Sie die EVP zusammen mit Aufgaben, Benefits und Arbeitsbedingungen der konkreten Stelle. Fragen Sie Beschäftigte, ob die Aussagen ihre Erfahrung treffen, und Kandidat:innen, welche Angaben ihnen noch fehlen. Gilt ein Versprechen nur für bestimmte Teams oder Standorte, benennen Sie das. Entscheidend ist, ob sich die EVP in der Arbeit wiederfindet, nicht ob die Formulierung auf einer Präsentationsfolie eigenständig klingt.