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Glossar: Fachbegriffe aus HR & Recruiting

Was ist Burnout?

Das sogenannte Burnout-Syndrom, in der Psychologie als „Erschöpfungsdepression“ bezeichnet, ist ein schwerwiegender innerer Erschöpfungszustand (körperlich, geistig, emotional), der z. B. durch ein zu hohes Arbeitspensum sowie regelmäßige Überforderung, Frustration und zu viel Stress hervorgerufen wird. 

Auch private Belastungen können zur Manifestation des Syndroms führen. Die Diagnose Burnout bedarf in der Regel therapeutischer Behandlung und führt zu längerfristigen Ausfällen der Betroffenen. Unbehandelt oder zu spät erkannt kann Burnout zu dauerhafter Arbeitsunfähigkeit führen.

Achtung: Burnout ist nicht zu verwechseln mit dem Begriff „Boreout“. Zwar ähneln sich Burnout- und Boreout-Symptome, doch letzteres wird durch starke Unterforderung im Beruf verursacht. Da chronische Unterforderung ebenfalls inneren Stress bewirkt, resultiert auch das Boreout-Syndrom häufig im Burnout.

Wie entsteht Burnout?

Die Ursachen von Burnout („Ausgebranntheit“) können sehr verschieden sein. Es kann sich dabei sowohl um äußere Umstände (Arbeitspensum, Mitmenschen, Mehrfachbelastungen) als auch innere Einstellungen (Ehrgeiz, Perfektionismus, Wunsch nach Anerkennung) handeln, die vermehrt oder gar über längere Zeiträume hinweg regelmäßig auftreten.

Berufe mit hohem Druck und geringen Erholungsmöglichkeiten (etwa Ärzte, Krankenschwestern und andere Pflegekräfte) sind einem deutlich erhöhten Burnout-Risiko ausgesetzt. Auch bestimmte Persönlichkeitstypen sind anfälliger für Burnout als andere. Ein weiterer Einfluss können Veränderungen innerhalb des Privatlebens sein, z. B. die Geburt eines Kindes, eine Trennung, die Pflegebedürftigkeit von Verwandten und vieles mehr können die Gefahr eines Burnouts bei einem Arbeitnehmer erhöhen.

Alle genannten Ursachen – besonders wenn mehrere in Kombination auftreten – verursachen stetig wachsenden inneren Stress oder auch Angst, bis der Betroffene eines Tages psychisch zusammenbricht und „nicht mehr kann“. Bis es jedoch so weit ist, werden meist mehrere Burnout-Phasen durchlaufen.

Was sind typische Burnout-Symptome?

Insgesamt sind derzeit ca. 130 Symptome der Erschöpfungsdepression bekannt. Körperliche Burnout-Symptome werden zwar oft erst in den späten Phasen des Krankheitsverlaufs wirklich auffällig. Dennoch manifestieren sich einige deutliche Symptome bereits früh im Verhalten des Mitarbeiters. Die typischsten Symptome des Burnout-Syndroms, nach denen Ausschau gehalten werden sollte: 

Verhaltensauffälligkeiten

  • Eingeschränkte Produktivität und Leistungsfähigkeit
  • Verminderte Konzentrationsfähigkeit und Gedächtniskapazitäten
  • Gänzlich fehlendes Engagement, Antriebslosigkeit
  • Permanente Müdigkeit und Schlafen am Arbeitsplatz
  • Mangelnde Kreativität und Denkfähigkeit
  • Anspannung, Panik, Aggressionen, emotionale Ausbrüche, Apathie
  • Gesteigerte Impulsivität und Ungeduld
  • Häufiger Nikotin- und Kaffeekonsum
  • eindeutige Anzeigen von Alkoholismus

Körperliche Symptome

  • Ungewöhnlich häufige Erkältungen
  • Verspannungen, Nacken- und Rückenschmerzen
  • Häufige Kopfschmerzen
  • Atembeschwerden
  • Häufiges Erbrechen
  • Starkes Schwitzen

Was tun, wenn Burnout im Team festgestellt wird?

Sind Unregelmäßigkeiten im Verhalten oder gar körperliche Symptome aufgefallen? In diesem Fall sollte schnellstmöglich gehandelt werden:

  1. Gespräch suchen: Der erste Schritt ist ein vertrauliches Gespräch. Häufig erkennen betroffene Mitarbeiter die Symptome zunächst selbst nicht oder tun diese ab, sodass auch ihnen das Problem vor Augen geführt werden muss.
  2. Gemeinsam nach Ursachen und Lösungen suchen: Im zweiten Schritt wird gemeinsam eruiert, ob die Ursachen beruflicher oder privater Natur sind. Manchmal ist beides der Fall. Nicht immer kann das (volle) Spektrum der Ursachen im ersten Gespräch geschehen und häufig muss therapeutisch nachgeholfen werden. Sind zumindest grundlegende Ursache bekannt, sollten Unternehmen ihre betroffenen Mitarbeiter bei der Findung erster Lösungen unterstützen – zum Beispiel bei der Findung eines geeigneten Therapeuten.
  3. Passende Maßnahmen ergreifen: Je nach Ursache(n) des Burnout-Syndroms kommen unterschiedliche Maßnahmen infrage. Manchem hilft eine Reduzierung der Arbeitslast oder Arbeitszeit, anderen ein Remote-Arbeitsplatz, etc. Wichtig ist, dass die Maßnahmen individuell definiert, zügig eingeleitet und in angemessener Länge aufrechterhalten werden und wirklich helfen.

Wie können Unternehmen Burnout vorbeugen?

  1. Zuhören und Dialog ermutigen: Genaues Zuhören und Hinsehen ist essenziell für die Erkennung der Burnout-Symptome. Auch wenn noch keine Auffälligkeiten vorliegen, sollten Unternehmen und ihre Führungspersönlichkeiten regelmäßig den Kontakt zu Angestellten pflegen und den Dialog suchen. Das Privatleben sollte hierbei kein Tabu-Thema sein, insbesondere dann nicht, wenn es aktiv zur Entwicklung des Burnouts beitragen könnte.
  2. Regelmäßige Umfragen durchführen: Unternehmen sollten sich regelmäßig umhören, wie Arbeitsbelastung und Produktivität vonseiten der Mitarbeiter empfunden werden. Diese Informationen können wichtige Informationen liefern und Burnout-Potenzial früh erkennen lassen.
  3. Pausen fördern: Die Einhaltung von Pausen ist gesetzlich vorgeschrieben. Doch wer seine eigenen Bedürfnisse übergeht, vergisst häufig auch das Einlegen einer Pause. Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter daher unbedingt zum Einhalten regelmäßiger Pausenzeiten ermutigen. Teaminterne Mittagspausen sind hier eine gute Möglichkeit, die auch die soziale Abschottung verhindern und zur früheren Erkennung von Burnout beitragen kann.

Weitere nützliche Anregungen finden Sie in unserem Artikel zum Thema „Burnout im Team vorbeugen“.

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