Du kennst das: Ein Gast kommt an, und du weißt seinen Namen, bevor er ihn sagt. Du weißt, welches Kissen, welchen Tisch, welche Frage du nicht stellst. Drei Nächte später reist er ab. Du erfährst nie, wie es weiterging.
GATE108 ist ein Kreis für Unternehmer, die ihre Firma verkauft haben — und danach vor der Frage stehen, wofür sie morgens aufstehen. Schweizer AG in Zug, ein kleines Team, das über den DACH-Raum verteilt arbeitet und sich an den Reisen trifft. Wir reisen mit unseren Mitgliedern in kleinen Gruppen an Orte, die man nicht buchen kann: der Kilimandscharo, Bhutan, eine Yacht auf dem Roten Meer, im Januar drei Wochen in einem Haus in Kapstadt. Und wir halten sie dazwischen. Ein Jahr, ein Kreis, dieselben Menschen.
Dort lernst du Namen für drei Nächte. Hier für Jahre.
Ich bin Claudio, einer der beiden Gründer. Ich habe im letzten Jahr versucht, mit jedem Menschen in unserem Kreis in Verbindung zu bleiben. Ich habe es nicht geschafft. Deshalb gibt es diese Stelle. Und damit du es vorher weißt: Das ist Dienst. Nicht das Wort auf dem Namensschild, sondern das echte. Manchmal schreibt dir jemand um 22 Uhr, weil er vor einer Reise nicht schlafen kann. Manchmal brauchst du eine Stunde für einen Menschen, für den fünf Minuten geplant waren. Alles, was wir tun, tun wir für diese Menschen. Du wirst das Gesicht, das sie sehen — auf der Reise und dazwischen.
Auf der Reise bist du Guest Relations: Ankunft, Zimmer, Sonderwünsche, die Stimmung im Raum. Unsere Experience Managerin hält Logistik und Programm. Du hältst die Gäste. Vier bis sechs Reisen im Jahr.
– Vor jeder Reise die Ankunft vorbereiten wie im Haus, nur früher: 60, 30 und 7 Tage vorher weiß jeder, was mitkommt, was wartet, wer noch dabei ist. Persönlich geschrieben, nicht aus der Vorlage.
– Neue Mitglieder empfangen: das erste Gespräch, die Unterlagen, das eigene Life Radar — unser Standortsystem für das ganze Leben, zwölf Bereiche. Innerhalb von 14 Tagen.
– Zwischen den Reisen den Kreis halten: einmal im Monat eine gemeinsame Session, kleine Gruppen, Nachrichten, die ankommen, bevor jemand fragt.
– Concierge für unsere Mitglieder: Anfragen rund um Reisen, Häuser, Tische — über unsere Partnerhäuser. Du weißt, wen man anruft.
– Das Gedächtnis des Kreises führen: wer wen kennt, wer was kann, wer was braucht. Im Haus hieß das Gästekartei. Hier heißt es Member-Wiki.
– Im vierten Quartal die Gespräche vorbereiten, in denen jedes Mitglied mit einem Gründer auf sein Jahr schaut.
Drei bis zehn Jahre in einem Haus, in dem der Gast beim Namen genannt wird: Guest Relations, Front Office, Concierge, Butler, Private Members Club. Du weißt, was Diskretion im Alltag heißt.
– Du hältst Takt ohne Erinnerung. Was am dreißigsten Tag raus muss, geht am dreißigsten Tag raus.
– Du liest einen Raum. Du merkst, wer nicht gut angekommen ist, bevor er es sagt.
– Vermögen ändert deine Augenhöhe nicht. Nach oben nicht und nach unten nicht.
– Du schreibst so, dass es sich anhört wie ein Mensch: kurz, warm, ohne Ausrufezeichen. Deutsch muttersprachlich oder gleichwertig, Englisch sicher.
– Du arbeitest von zu Hause und bist da, wenn es zählt: vier bis sechs Reisen im Jahr, zwei Team-Wochen.
– Du willst bleiben. Diese Rolle wird mit jedem Jahr wertvoller, in dem die Menschen dich kennen.
Dieselben Menschen über Jahre statt neue Gäste jede Woche.
– Vollzeit, planbar, von dort, wo du lebst. Keine Schichten, kein Wochenenddienst am Desk.
– Auf Reisen das, was du am besten kannst — Bhutan, Kilimandscharo, Kapstadt. Nicht hinter dem Desk, sondern mit am Tisch.
Kein Anschreiben. Kein AI. Drei Antworten: Welchen Gast hast du so empfangen, dass er es nicht vergessen hat — und was hast du dafür getan? Was fehlt dir an deinem jetzigen Haus? Welches eine Wort würdest du für dieses Jahr wählen? Dazu dein Lebenslauf.