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27.10.2022 Arbeitskultur

So setzen Sie sich für Mitarbeitergesundheit ein

So setzen Sie sich für Mitarbeitergesundheit ein

Die Mehrheit der deutschen Arbeitnehmer:innen geht trotz Krankheit zur Arbeit. Das hat eine neue Umfrage der Krankenkasse Pronova BKK ergeben. Wie Sie als Arbeitgeber mit der betrieblichen Gesundheitsförderung die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter:innen unterstützen, erfahren Sie hier.

Die neue Umfrage der Krankenkasse Pronova BKK hat ergeben, dass nur 28 % der Deutschen bei Krankheit zuhause bleiben. Erstaunlicherweise gehe sogar jeder Zehnte mit einem positiven Corona-Test zur Arbeit.

Präsenteismus ist der Begriff, der dieses Phänomen beschreibt. Auch wenn Mitarbeiter:innen eigentlich krank und nicht voll leistungsfähig sind, erscheinen sie am Arbeitsplatz.

Aber nicht nur sichtbare Krankheiten sollten Ihre Mitarbeiter:innen von der Arbeit eigentlich abhalten! Arbeitgeber sind dazu aufgerufen, in allen Situationen die nötigen Arbeitsschutzmaßnahmen zu ergreifen.

Das Gesundheitsmanagement innerhalb eines Unternehmens setzt sich für eine betriebliche Gesundheitsförderung ein und hat zum Ziel, eine gesunde Organisation zu etablieren. Die Verantwortlichkeit ist hier stark abhängig von der Unternehmensgröße, aber die mit der Aufgabe beauftragte Person handelt stets im Auftrag der Geschäftsführung.

Dabei übernimmt entweder ein:e dafür eingestellte:r Gesundheitsmanager:in die Entwicklung der Strategie, Umsetzung und Steuerung oder aber die Personalabteilung wird dieser Aufgabe gerecht.

Was können Sie für Ihre Mitarbeiter:innen tun, um sie langfristig und nachhaltig zu beschäftigen? Das Angebot von Corporate Benefits, die sich voll und ganz der Gesundheit Ihrer Mitarbeiter:innen widmet, spielt dabei auch eine wichtige Rolle.

In diesem Artikel besprechen wir genau diese Themen und klären,

Was sind Gesundheitsrisiken im Arbeitsalltag?

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales fasst die Grundpflichten der Arbeitgeber zusammen, um den Arbeitsschutz zu garantieren. Das Arbeitsschutzgesetz von 1996 verpflichtet so gut wie alle Arbeitgeber und Arbeitnehmer:innen zur Risikoprävention am Arbeitsplatz.

Diese Risiken führen nicht nur zu Burnout, sondern einer erhöhten Anzahl von Krankheitstagen und einer allgemeinen Überlastung Ihrer Mitarbeiter:innen:

  • Überstunden
  • Fehlende Kontrolle
  • Leistungsdruck
  • Fehlende Work-Life-Balance
  • Schlechte Arbeitsplatzbedingungen
  • Langes Sitzen

Die Pandemie hat zu verstärktem Work-Life-Blending geführt – das heißt, die Grenzen zwischen Arbeit und Zuhause verschwimmen im Homeoffice. Eine Hubspot-Studie hat ergeben, dass 42 % der Deutschen im Homeoffice Druck verspüren, beweisen zu müssen, dass sie wirklich arbeiten.

In Unternehmen, in denen ein großes Wachstum auf dem Plan steht – wie in Startups – kann der Leistungsdruck für manche Mitarbeiter:innen oder auch Führungskräfte so hoch steigen, dass sie zu Hilfsmitteln greifen, um sich für einen kurzen Moment leistungsfähiger zu machen.

Hirndoping nennt sich dieses Problem. Substanzen für die Erweiterung der Leistungsfähigkeit zu nehmen, kann vom Kaffee- oder Teekonsum, aber eben auch bis hin zu illegalen oder verschreibungspflichtigen Substanzen reichen.

Hans Jürgen Heinecke, der Vorstand im Fachverband Personalmanagement im Bundesverband Deutscher Unternehmensberater erzählt, dass in seinem Coaching mit Führungskräften mindestens einer von zehn Personen zu Medikamenten greift.

Das Gefühl, immer erreichbar sein zu müssen, wird durch Digitalisierung provoziert und setzt Ihre Mitarbeiter:innen (nicht nur im Arbeitsalltag) immer mehr unter Druck. Auch wenn Digitalisierung uns einen grenzenlosen Zugang zu Information ermöglicht, kann sie gleichzeitig zu einer Informationsüberflutung für manche werden.

Grenzenlose Information führt für viele Menschen zu Reizüberflutung oder zu psychischen Belastungen. Auch finanzieller Druck oder schlechte Arbeitsplatzbedingungen – von Lärmpegel, Raumklima, Beleuchtung, Luftqualität, zu kleinen Büros – können gesundheitliche Folgen haben.

Lesen Sie hier, wie Sie Ihrem Team helfen können, Stress am Arbeitsplatz zu reduzieren.

Wenn Ihr:e Mitarbeiter:in mit Schlafmangel und Überforderung den Arbeitsalltag bestreiten muss, bleibt die Krankschreibung nicht lange aus. Für Ihr Unternehmen haben ungesunde Mitarbeiter:innen also auch wirtschaftliche Folgen.

Aber nicht nur das: Viele Menschen führen neben der Arbeit ein ungesundes Leben, achten weder auf ihre Ernährung noch auf ausreichend Bewegung. Arbeitgeber, bei denen Mitarbeiter:innen nun meist 40 Wochenstunden Zeit verbringen, können also eine große Auswirkung auf das Mindset von Mitarbeiter:innen nehmen.

„Mit großer Macht, kommt große Verantwortung“ ist nicht nur ein gutes Zitat aus den Spider-Man-Filmen, sondern auch an dieser Stelle wahr: Sie als Arbeitgeber können durch die Unterstützung der Mitarbeitergesundheit, Menschen zu einem gesunderen Lifestyle bewegen.

So unterstützen Sie Mitarbeitergesundheit

Das betriebliche Gesundheitsmanagement befasst sich unteranderem mit dem Angebot von Corporate Benefits, die die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter:innen unterstützen. Wir haben Ihnen die besten Corporate Benefits zusammengestellt, die Sie in Ihrem Unternehmen für Ihre Mitarbeiter:innen anbieten können.

Die besten Corporate Benefits für Mitarbeitergesundheit

Wie Sie durch die Einführung von Benefits sowohl die physische Gesundheit als auch die psychische Gesundheit Ihrer Mitarbeiter:innen in den Fokus stellen und so nicht nur die Mitarbeiterbindung stärken, sondern auch minimieren, dass Mitarbeiter:innen krank auf der Arbeit erscheinen, erfahren Sie hier:

1. Flexible Arbeitszeiten
Ja, das Bundesverfassungsgericht hat gerade erst die verpflichtende Arbeitszeiterfassung für Arbeitgeber entschieden. Das heißt aber nicht, dass Sie nicht trotzdem auf Flexibilität Wert legen können. Zu einem modernen Unternehmen gehört die Stärkung von Work-Life-Balance heutzutage nunmal dazu.

Studien belegen, dass die von Mitarbeiter:innen bestimmte Flexibilität eine positive Auswirkung auf die psychische Gesundheit haben können. Hierbei geht es vorallem um die Zeitautonomie – also die freie Arbeitszeitgestaltung.

Sobald Arbeitgeber Flexibilität bestimmen, also beispielsweise eine Rufbereitschaft bzw. Bereitschaftsdienst einführen, führt die Flexibilität eher zu negativen Auswirkungen auf die psychische Gesundheit der Beschäftigten.

2. Ergonomische Büroeinrichtung
Als Volkskrankheit Nummer Eins zählen Rückenschmerzen. Auslöser dafür sind neben psychischen Belastungen, die zu Verspannung führen können, auch körperliche Belastungen, zu denen unter anderem eine einseitige Körperhaltung gehört.

Laut einer Arbeitnehmer-Studie der Pronova BKK aus dem Jahr 2020 hat die Corona-Krise und Homeoffice dieses Problem weiter verstärkt. Nur 12 % der Arbeitnehmer:innen leiden NICHT unter Rückenschmerzen.

Eine ergonomische Ausstattung des Arbeitsplatzes und regelmäßige Bewegung können bei der Vorbeugung von Rückenschmerzen helfen. Was Sie noch bei Remote-Arbeit beachten sollten, erklären wir in unserem Artikel dazu.

3. Sportangebote
Diese Aussage ist unbestreitbar: Sport ist gesund. Dass es Ihnen als Arbeitgeber wichtig sein sollte, dass Ihre Mitarbeiter:innen gesund sind, ist nun auch bereits klar. Ihren Mitarbeiter:innen können Sie mit Corporate Benefit Angeboten den Schritt in ein sportlicheres Leben erleichtern.

Anstatt Parkplätze vor der Tür könnte ein Fahrradkeller oder Angebote zum Fahrradleasing beispielsweise Ihre Mitarbeiter:innen beispielsweise zu mehr Bewegung auf dem Arbeitsweg verleiten.

Hausinterne Gesundheitskurse oder Challenges binden nicht nur Ihre Mitarbeiter:innen an das Unternehmen, sondern stärken auch das Teambuilding.

Gesundheitskurse können Aufklärungskurse zur richtigen Körperhaltung am Arbeitsplatz, aber auch Ernährungsberatungen oder Gymnastikkurs-Angebote sein. Beispiele für sportliche Challenges können Stadtradel- oder Marathon-Teilnahmen sein.

Das Angebot für eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio ist bei vielen Arbeitnehmer:innen sehr beliebt. Hier kann jede:r flexibel entscheiden, wann oder wie er oder sie Sport machen möchte.

4. Gesunde Ernährung
Ja ja, das Geschrei ist jetzt groß: Aber der Obstkorb ist schon mal der richtige Weg – auch wenn die LinkedIn-Gesellschaft nun strafend über diese Worte schaut. So lange Sie als Arbeitgeber Ihren Mitarbeiter:innen ein Angebot für gesunde Ernährung am Arbeitsplatz machen können, ist ein Obstkorb besser als Süßigkeiten.

Natürlich ist das Angebot einer gesunden Ernährung recht abhängig vom Budget, aber auch von den Räumlichkeiten, der Lage des Unternehmens und der Anzahl der Mitarbeiter:innen.
Haben Sie beispielsweise eine Kantine innerhalb Ihres Unternehmens, können Sie dafür sorgen, dass das Mittagsangebot ausgewogen und gesund ist.

Andere Team-Challenges wie keine Süßigkeiten oder eine Saftkur für eine bestimmte Zeit können nicht nur zum Teambuilding beitragen, sondern eben auch zur Mitarbeitergesundheit.

5. Offene Kommunikationskultur
Für einige Menschen ist die Trennung von Privatem und Beruflichem wichtiger als anderen. Darunter fällt auch die Kommunikation über die psychische Gesundheit. Tatsächlich ist für einige Menschen über die eigene psychische Gesundheit zu reden ein Tabu.

Es sollte jedoch niemand verpflichtet sein, über die eigene psychische Situation sprechen zu müssen. Als Arbeitgeber sind Sie kein Therapeut. Nichtsdestotrotz macht es Sinn, Ihren Mitarbeiter:innen Angebote für die Unterstützung ihrer psychischen Gesundheit zu machen.

Externe Dienstleister bieten beispielsweise Apps, auf denen Mitarbeiter:innen mit zertifizierten Psycholog:innen kommunizieren können. Außerdem können Ruheräume ein guter Rückzugsort für reizüberflutete Mitarbeiter:innen sein.

Hier erfahren Sie weitere Methoden, wie Sie psychologische Sicherheit in Ihrem Team etablieren können.

Entwickeln Sie Ihre betriebliche Gesundheitsförderung

Als Arbeitgeber ist es sicherlich nicht immer einfach, alle Mitarbeiter:innen im Auge zu behalten. In kleinen Unternehmen, in denen die Kopfzahl niedriger ist, ist es weniger schwer, auf das Wohlbefinden der eigenen Mitarbeiter:innen zu achten.

In großen Unternehmen kann es unübersichtlicher werden und in schnell wachsenden Unternehmen, in denen ein höherer Leistungsdruck herrscht, kann es sinnvoll sein, ein Team einzustellen für die betriebliche Gesundheitsförderung, das sich um die psychische und physische Gesundheit am Arbeitsplatz kümmert.

Nur weil kein Gesundheitsmanagement im Unternehmen agiert, heißt es nicht, dass das Unternehmen sich nicht um die Gesundheit der Mitarbeiter:innen kümmern kann. Auch die Geschäftsleitung oder Personalabteilung kann mithilfe der hier aufgeführten Angebote diese Aufgabe übernehmen.

Besonders wenn es um psychische Erkrankungen geht, braucht es ein Kommunikationsklima, in dem sich Mitarbeiter:innen wohlfühlen.

Was Sie sonst zur Stärkung Ihrer Arbeitskultur unternehmen können, finden Sie in diversen anderen Artikeln auf unserem Recruiting & HR Blog.

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