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Glossar: Fachbegriffe aus HR & Recruiting

Was ist ein Employee Referral?

Ein Employee Referral liegt vor, wenn ein potenzieller neuer Mitarbeiter von einer bereits im Unternehmen beschäftigten Person oder einem Kunden an ein Unternehmen verwiesen bzw. empfohlen wird („Mitarbeiterempfehlung“).

Die Einrichtung eines Referral-Programms ist eine gängige Methode für Arbeitgeber, um Talente anzuziehen und gleichzeitig Personalbeschaffungskosten einzusparen.

Employee Referral Definition

Als Employee Referrals gelten alle Bewerbenden für eine Stelle in einem Unternehmen, die entweder direkt oder indirekt von einer aktuell dort beschäftigten Person, einem Kunden oder einem Geschäftspartner Ihres Unternehmens empfohlen worden sind.

Die Empfehlung eines Mitarbeitenden unterscheidet sich von den meisten extern angeworbenen Talenten dadurch, dass das Unternehmen keine traditionellen Recruitingmaßnahmen ergreifen muss, um den Kandidaten zu erreichen und zu gewinnen. Stattdessen wird der Kandidat an das Unternehmen vermittelt.

Mithilfe von Referrals können Unternehmen ihre Einstellungskosten senken und die Time to Hire verkürzen. Aus diesem Grund haben viele Unternehmen spezielle Referral-Programme eingeführt, um Mitarbeiterempfehlungen zu fördern - oft mit attraktiven Anreizen für die Referrer (Empfehlungsgeber) verbunden.

Vor- und Nachteile von Employee Referrals

Mitarbeiterempfehlungen sind bei Personalverantwortlichen sehr beliebt, da sie viele Vorteile mit sich bringen können. Allerdings gibt es auch einige Nachteile zu beachten. Im Folgenden werden wir beide auflisten.

Vorteile von Employee Referrals


  • Reduziert Besetzungsdauer und Einstellungskosten
    Mithilfe von Employee Referrals kann der Prozess der Talentakquise erheblich beschleunigt und dabei sowohl Zeit als auch Geld gespart werden.

    Anstatt in traditionelle Methoden der Talentgewinnung zu investieren - etwa das Stellenanzeigen schreiben und veröffentlichen, Bewerbungen prüfen und die Kandidatenauswahl - können sie eine Abkürzung nehmen, die fast direkt zum Vorstellungsgespräch führt.

    Dies kann sowohl den Zeitaufwand als auch die Einstellungskosten erheblich reduzieren.
  • Verbessert die Einstellungsqualität
    Es liegt im besten Interesse der Referrer, also der Person, die den Bewerber empfiehlt, dass dieser für die Stelle geeignet ist. Andernfalls könnte das auch in Bezug auf sie selbst einen schlechten Eindruck hinterlassen.

    Da der betreffende Mitarbeitende bereits im Unternehmen arbeitet und die Abläufe kennt, kann er beurteilen, ob die Empfehlung eine gute Ergänzung darstellt. Und wahrscheinlich hat der Referrer dem/der potenziellen Kandidat:in auch schon etwas mehr über das Unternehmen und die dortige Unternehmenskultur erzählt.

    Mit anderen Worten: Der Kandidat wurde sowohl vorselektiert als auch auf seine Rolle vorbereitet. Aus diesem Grund sind Employee Referrals oft von Anfang an viel qualifizierter, weil beide Parteien wissen, worauf sie sich einlassen. Dies kann die Einstellungsqualität deutlich verbessern.
  • Erhöht die Mitarbeiterbindung
    Die Einstellungsqualität wirkt sich auch auf die Wahrscheinlichkeit aus, dass der Bewerber länger im Unternehmen bleibt. Da der vorgeschlagene Kandidat besser weiß, was ihn erwartet, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er nach der Einstellung auch tatsächlich bleibt, viel höher - und damit auch die Mitarbeiterbindung.

    Bei Bewerbern, die über externe Quellen wie Jobbörsen oder soziale Medien gefunden werden, besteht ein höheres Risiko, dass sie, sobald sie in Ihrem Unternehmen anfangen, feststellen, dass ihre Erwartungen nicht mit der Realität übereinstimmen.

    Handelt es sich bei der empfohlenen Person um einen engen Freund des Referrers (deutsch: Empfehlungsgeber), kann sich die Einstellung des neuen Mitarbeiters sogar positiv auf die Bindung des bestehenden Mitarbeitenden auswirken. 

    Die Möglichkeit, mit einem Freund zusammenzuarbeiten, kann die Zufriedenheit bei der Arbeit erhöhen und damit die Wahrscheinlichkeit steigern, dass diese Person weiterhin in Ihrem Unternehmen arbeiten möchte.
  • Erweitert die Reichweite des Recruitings
    Durch Referrals können auch passive Kandidat:innen erreicht werden, also solche, die nicht aktiv nach einer Stelle suchen (aber möglicherweise interessiert sind). Es kann außerdem sein, dass die empfohlene Person zwar aktiv nach einer Stelle sucht, aber möglicherweise andere Kanäle nutzt, als das Unternehmen, um Stellenanzeigen zu bewerben.

    Es besteht sogar die Möglichkeit, dass einer Ihrer Beschäftigten mit einem ehemaligen Mitarbeiter in Kontakt geblieben ist, der an einer Rückkehr in Ihr Unternehmen interessiert sein könnte (ein sogenannter Boomerang-Mitarbeiter).

    Die Einbeziehung von Employee Referrals in den bestehenden Einstellungsprozess kann Unternehmen helfen, ihren Aktionsradius zu erweitern und Bewerber zu gewinnen, die sie sonst nie erreicht hätten.
  • Stärkt das Employer Branding
    Wenn Unternehmen offen für Mitarbeiterempfehlungen sind (und diese aktiv mit Anreizen fördern, wie wir weiter unten erläutern werden), werden ihre bestehenden Mitarbeiter zu Markenbotschaftern. 

    Sie werden dann mit potenziellen Bewerbern über Ihr Unternehmen sprechen und die Stellenausschreibung möglicherweise auf ihrer persönlichen LinkedIn-Seite teilen.

    All dies kann wiederum zur Stärkung des Employer Brandings beitragen.

Nachteile von Employee Referrals


  • Freunde sind nicht immer gute Kollegen
    Man kann privat gut befreundet sein, aber das bedeutet nicht automatisch, dass man auch im beruflichen Umfeld gut harmoniert. Das vergessen viele Arbeitnehmer, die gerne einen Freund empfehlen möchten.

    Die Folge können Konflikte am Arbeitsplatz und sogar das Ausscheiden eines der beiden aus dem Unternehmen sein, sodass die Personalsuche wieder von vorn beginnt.
  • Soziale Isolation und Cliquenbildung
    Man kann versuchen, eine offene Unternehmenskultur zu fördern, in der alle gut miteinander auskommen und Kontakte pflegen, aber es bilden sich zwangsläufig kleinere soziale Gruppen und „Cliquen“. 

    Wenn Unternehmen den Freund eines bestehenden Mitarbeitenden einstellen, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass dies geschieht.
  • Unmut bei Misserfolg
    Wenn Unternehmen sich gegen die Einstellung des empfohlenen Bewerbenden entscheiden, kann es passieren, dass ein Teammitglied verärgert reagiert. Der Beschäftigte könnte mit der Entscheidung hadern. 

    Und je näher er der empfohlenen Person steht, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Nichteinstellung zu Verstimmungen führt.
  • Weniger Diversität im Team
    Die Wahrscheinlichkeit, dass die empfohlene Person einen ähnlichen sozialen, wirtschaftlichen oder kulturellen Hintergrund hat wie der Referrer, ist groß. 

    Das kann zu einem homogeneren Team führen und die Diversität in Ihrem Team schmälern, was sich wiederum negativ auf Ihre Diversity-Recruiting-Strategie und Ihre Bemühungen um Vielfalt, Gleichberechtigung und Integration auswirken kann.

Wie können Unternehmen ein Employee-Referral-Programm einrichten?

Die Vorteile von Mitarbeiterempfehlungen sollten inzwischen klar sein, und wenn sie richtig gehandhabt werden, überwiegen die Vorteile sicherlich die Nachteile. Aber um das Beste aus den Employee Referrals herauszuholen, empfiehlt es sich, ein strukturiertes Employee-Referral-Programm einzuführen.

Bei der Etablierung eines solchen Empfehlungsprogramms sollten die folgenden Punkte berücksichtigt werden:

  • Verbindung mit Anreizen, um Mitarbeitende zur Empfehlung von Kandidat:innen zu ermuntern. Die meisten Unternehmen bieten finanzielle Anreize (z. B. einen Referral-Bonus von 2.000 €). 

    Alternativ können auch kreativere Anreize geschaffen werden, etwa Konzertkarten, die neuesten Gadgets oder sogar Hotelaufenthalte. Im Zweifelsfall sollten die Mitarbeitenden gefragt werden, wie sie für Empfehlungen belohnt werden möchten!
  • Klare Erläuterung des Anforderungsprofils an Mitarbeitende, damit diese wissen, was von einem Bewerber erwartet wird. Dies verringert die Wahrscheinlichkeit, dass die falsche Person empfohlen wird, was wiederum zu einer Ablehnung und möglicherweise zu einem verärgerten Beschäftigten führen kann.
  • Gezielte Fragestellungen an Mitarbeitende, wie etwa „Wer ist der beste Designer, den du kennst?“, erhöhen die Chancen auf erfolgreiche Referrals. Mit dieser Taktik konnte Google die Zahl der Mitarbeiterempfehlungen erhöhen.
  • Öffentliche Anerkennung und Lob für erfolgreiche Referrals, um anderen Mitarbeitenden zu zeigen, wie sehr ihre Empfehlungen geschätzt werden.
  • Senden regelmäßiger Updates, wenn ein Mitarbeitender jemanden empfohlen hat, damit er auf dem Laufenden gehalten wird und weiß, dass seine Empfehlung ernst genommen wird. Wenn Referrer nichts von hören, werden sie in Zukunft nicht mehr bereit sein, jemanden zu empfehlen.
  • Ständiges Werben fürs Referral-Programm, indem es z. B. regelmäßig in allen Teambesprechungen erwähnt wird oder Gruppenerinnerungen per E-Mail oder Slack versendet werden.

Mit diesen Tipps erhöhen Unternehmen ihre Chancen auf ein solides Employee-Referral-Programm, das immer wieder qualifizierte Kandidat:innen liefert. Und da die große Kündigungswelle noch nicht vorüber ist, ist die Diversifizierung der Einstellungsstrategien wichtiger denn je!

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